StudienergebnisseMarktstudie sieht Mobile Marketing auf Wachstumskurs Düsseldorf, Bad Homburg, Barcelona - 11.02.2008 – Mobile Marketing wird in den kommenden drei Jahren vom sporadischen zum wesentlichen Bestandteil des Marketingmixes, so das Fazit der neuen Marktstudie, die die Fachpublikation absatzwirtschaft und die Beratungshäuser mind Business Consultants und Strateco pünktlich zur Mobile World in Barcelona veröffentlichen. Von der Entwicklung des Mobile Mediums profitierten neben den Werbungtreibenden vor allem die Verbraucher, die wie im klassischen Internet zukünftig immer mehr kostenlose (werbefinanzierte) Inhalte mobil konsumieren werden. „Momentan bremsen noch die Kosten oder die Angst der Verbraucher vor den Kosten des mobilen Surfens die Entwicklung des Mobilen Internets“, so Studienautor Bernhard Steimel , mind Business Consultants. „Dennoch ist Mobile Marketing auf Wachstumskurs, getrieben vom Mobile Advertising: Die von uns befragten Experten erwarten, dass sich bis Ende 2008 der Anteil des Mobile Marketing an den Werbebudgets auf 2,5% erhöhen könnte und Ende 2010 bei mehr als 5% liegen wird. Bis 2012 sollen mehr als 10% auf Mobile Marketing entfallen, wodurch dieses Werbemedium ein ähnliches Niveau erreicht wie heute Online.“ Jens Klemann, Organisator des Frankfurter „Mobile Monday“ und Koautor der Studie, sieht auch in der zunehmenden Verschmelzung der Digitalen und der Realen Welten einen Wachstumsmotor für Mobile Marketing: „Durch 2D-Barcodes, Rabattmarken oder auch Bluetoothsäulen wird auch die materielle Welt mit dem Internet verlinkt, was große Potenziale z.B. für Konsumgüterhersteller birgt.“ Christian Thunig, stellvertretender Chefredakteur der absatzwirtschaft und Mitherausgeber der Studie, sieht in den Inhalten des Mobilen Internets einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Marktentwicklung: „Wenn das Handy als Entertainmentkanal z.B. mit TV-Angeboten die Nutzer anspricht, wird das positive Auswirkungen auf die Reichweite des Mediums haben. Dabei gilt aber immer, dass die Inhalte für das Handy ‚made for mobile’ sein sollten, um den Nutzungspräferenzen der Verbraucher gerecht zu werden.“ Mit den steigenden Werbeausgaben verändern sich jedoch auch die Geschäftsmodelle der Mobile Player, so Steimel. „Mit intensiverer Nutzung des Mobile Internet wird sich die ‚kostenlos’-Mentaliät des Internets auch hier durchsetzen und eine Entwicklung von Bezahl- zu werbefinanzierten Inhalten zu beobachten sein.“ Christian Thunig weist auf das Beispiel der Medien hin: „Etliche Medienhäuser werden voraussichtlich dem ‚Vor-BILD’ des Springer Verlags folgen und als Reseller in das Handy-Geschäft einsteigen, um ‚hauseigene’ Contents wie zum Beispiel Mobile TV zu vermarkten,“ so der Magazinmacher. Dabei hätten „im Kampf um den regionalen Anzeigenkunden die Medienhäuser und Google die Nase vorn, denn eventuell landen zukünftige mobile Werbeeinnahmen bei ihnen statt bei den Netzbetreibern“ – die sich daher im Kampf um die beste Position auf der Wertschöpfungskette auf starken Gegenwind einstellen müssten. Trotz der insgesamt guten Aussichten für Mobile Marketing müssten aber alle Akteure noch „ihre Hausaufgaben erledigen“, so Marktforscher Steimel: „Die Hersteller sollten ihren Fokus auf einfache und bedienungsfreundliche Handys und bessere Produktkommunikation der Multimediafunktionen richten. Den Mobile-Spezialisten empfehle ich besseres Erwartungsmanagement und die Organisation des Know-how-Transfers zum Kunden. Und schließlich dürfen die Agenturen und werbetreibende Unternehmen Online-Konzepte nicht unverändert ins mobile Medium übertragen.“ Erst dann, so Steimel, könne sich das Mobile Marketing ähnlich erfolgreich wie Online-Marketing entwickeln.
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